Hohlkreuz - Ursachen & Behandlung

Das Hohlkreuz ist eine Fehlhaltung, die dazu führt, dass sich die Lendenwirbelsäule zu weit nach vorne neigt. Diese Fehlstellung, die medizinisch als Hyperlordose bezeichnet wird, zählt zu den häufigsten Rückenleiden. Mit einfachen Maßnahmen und medizinischen Hilfsmitteln kannst du einem Hohlkreuz vorbeugen.

Wodurch entsteht ein Hohlkreuz?

Ein Hohlkreuz entsteht aufgrund einer Deformierung der Wirbelsäule. Während die Form der Wirbelsäule bei gesunden Menschen an ein „S“ erinnert, wirkt diese bei Menschen mit einem Hohlkreuz eher wie eine „5“. Das Vorschieben der unteren Körperhälfte wird durch Fehlstellungen oder Verformungen der Lendenwirbel verursacht. Die durch ein Hohlkreuz bedingte Verschiebung der Lenden erhöht das Risiko, beim Stehen oder Laufen nach vorne zu kippen, weil der Körperschwerpunkt nicht mehr richtig ausbalanciert werden kann.

Abhängig davon, wie groß die Überstreckung ist, kann es sogar zu Taubheitsgefühlen oder Schmerzen in den betroffenen Bereichen kommt. Ein Hohlkreuz kann viele Rückenkrankheiten begünstigen, sodass du bei unklaren Rückenbeschwerden immer zum Arzt gehen solltest.

Warum kann ein Hohlkreuz weitere Rückenprobleme auslösen?

HohlkreuzEin Hohlkreuz kann weitere Rückenkrankheiten wie Bandscheibenvorfälle, verspannte Rückenmuskeln, Spinalkanalkastenosen und Ischias-Probleme auslösen. Auch optisch sieht ein Hohlkreuz mit weit nach außen gewölbtem Bauch nicht gerade attraktiv aus. Zu den Hauptursachen, die zur Bildung eines Hohlkreuzes führen gehören Bewegungsmangel, Haltungsfehler und ein schwacher Halte- und Stützmuskelapparat.

Bei zu starken Hüftbeugungen im Sport besteht ein erhöhtes Risiko, dass es langfristig zum Hohlkreuz kommt. Deshalb haben viele Sportler, Fußballspieler, Bergsteiger und Kletterer Probleme mit einem Hohlkreuz. Diese Problematik beeinträchtigt auch die Lendenwirbelsäule, die durch die Fehlstellung größeren Belastungen ausgesetzt ist. Da sich die betroffenen Wirbel sowie die Lendenwirbelsäule langfristig verändern oder verformen können, solltest du ein Hohlkreuz unbedingt rechtzeitig behandeln lassen.

Eine starke Fehlhaltung der Wirbelsäule kann physische und aufgrund der veränderten Optik auch psychische Beschwerden hervorrufen. Bei Bewegungsmangel entwickelt sich ein Hohlkreuz bereits in der Kindheit. Die Hauptursache für ein Hohlkreuz ist jedoch die permanente Fehlhaltung der Wirbelsäule.

Menschen die eine sitzende oder stehende Tätigkeit ausüben, haben ein größeres Risiko für diese Fehlbildung. Ein weiterer Risikofaktor sind Haltungsverlagerungen durch starkes Übergewicht. Wenn du viel Sport treibst und deine Lendenmuskeln ständig fehlbelastet werden, riskiert du ein Hohlkreuz. In seltenen Fällen ist ein Hohlkreuz durch äußere Einwirkungen bedingt, beispielsweise nach einem Unfall.

Symptome und Beschwerden beim Hohlkreuz

Zunächst sind die Beschwerden und Symptome bei einem Hohlkreuz eher untypisch und werden deshalb häufig nicht bemerkt oder als Rückenschmerzen fehlgedeutet. Bei Verspannungen der Rückenmuskulatur, die in unregelmäßigen Abständen auftreten, sollte jedoch immer an ein Hohlkreuz gedacht werden.

Generell macht sich dieses Rückenproblem durch eine Schädigung der Wirbelsäule sowie durch immer stärker werdende Rückenschmerzen bemerkbar. Zu den Folgen zählen Bandscheibenvorfälle im unteren Rückenbereich, die durch übermäßige Beanspruchung der Bandscheiben entstehen.

Manchmal wird beim Hohlkreuz auch der Ischiasnerv geschädigt, sodass es zu Kreuzschmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen, kommt. Ein sicheres Anzeichen für eine Mitbeteiligung des Ischiasnervs sind Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Beinen.

Wie wird ein Hohlkreuz behandelt?

Wenn du unter einem Hohlkreuz leidest, solltest du zum Arzt gehen. Das Ziel der Hohlkreuz-Behandlung besteht darin, die Körperhaltung zu korrigieren und die Schmerzen zu bekämpfen. Mehr Bewegung im Alltag hilft generell bei Rückenproblemen und ist auch beim Hohlkreuz ideal.

Dynamisches Sitzen ist eine effiziente Therapiemaßnahme, die sich für Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit eignet. Bei dieser Therapie wird die Sitzhaltung in regelmäßigen Abständen gewechselt. Während du dich zunächst in einer aufrechten Sitzposition befindest, wechselst du nach einiger Zeit zu einer zurückgelehnten Sitzposition. Diese Maßnahme bewirkt eine Entlastung der Bandscheiben und der Muskulatur.

Eine Verbesserung der Sitzhaltung kannst auch erreichen, wenn du ein aufblasbares Sitzkissen oder einen ergonomischen Bürostuhl benutzt. Die Behandlung hängt sehr von der individuellen Ausprägung des Hohlkreuzes ab. Es gibt zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, um Fehlstellungen der Wirbelsäule zu korrigieren. Bei Kindern wird häufig auf therapeutische Maßnahmen verzichtet, da sich die Fehlbildung im Kindesalter in den meisten Fällen verwächst und die Kinder später eine normale Haltung haben.

Das kannst du selbst tun, wenn du unter einem Hohlkreuz leidest

Gymnastikball als BürostuhlSport und Bewegung sind beim Hohlkreuz sehr wichtig. Sportliche Aktivitäten werden sogar vom Arzt verordnet. Durch regelmäßigen Sport wird die Brustmuskulatur gestärkt. Je stärker die Brustmuskeln sind, desto besser kann die Haltung korrigiert werden. Schmerzmittel werden nur dann vom Arzt verordnet, wenn die Schmerzen sehr stark sind. Falls eine Schwangerschaft vorliegt, solltest du zu deiner eigenen Sicherheit (und wegen dem ungeborenen Kind) möglichst auf Medikamente verzichten.

Eine Wärmebehandlung kann beim Hohlkreuz ebenfalls helfen, Schmerzen zu lindern und die Muskulatur zu entspannen. Wenn das Hohlkreuz sehr ausgeprägt ist, wird in der Regel Krankengymnastik in Verbindung mit Massagen und Fangopackungen verordnet. Massagen und Fango haben einen entspannenden Effekt auf die Muskeln. Allerdings reichen regelmäßige Rückenmassagen nicht, um die Rückenprobleme beim Hohlkreuz zu korrigieren.

Mit Übungen, die du bei der Krankengymnastik lernst, kannst du die Brustmuskulatur gezielt trainieren, um weiteren Rückenproblemen vorzubeugen. Das Rückentraining sollte am besten unmittelbar nach der Rückenmassage durchgeführt werden, da die Rückenmuskeln dann noch entspannt und weich sind.

 

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